
20 II. Literaturübersicht
unzureichende Einführungstiefe des Fadens)
81,89,115
, in der Induktion
subarachnoidaler Blutungen (durch Gefäßperforationen)
87,89,98
und in der
mechanischen Schädigung des Endothels, die theoretisch zur Bildung intraluminaler
Thromben führen kann.
85,105,129
Ferner kann es durch eine Dislokation des Fadens zu
unerwünschten, vorzeitigen Reperfusionen kommen, was bei bis zu 25% der
Experimente auftreten soll.
142
Das Fadenokklusionsmodell wurde von verschiedenen Arbeitsgruppen als so
genanntes In-bore-Modell eingesetzt. Dies bedeutet, dass durch eine geringfügige
Abwandlung der Technik die Infarktinduktion innerhalb des Kernspintomographen
durchgeführt werden kann, was u.a. MR-tomographische Untersuchungen in der
hyperakuten Phase der Ischämie (z.B. in den ersten Minuten nach Verschluss der A.
cerebri media) und den direkten Vergleich prä- und postischämischer MR-
Tomogramme ermöglicht.
67,84,92,134,135
Der Einsatz des Fadenmodells zur In-bore
Okklusion ist jedoch extrem schwierig und mit einer hohen Fehlerrate behaftet.
Dieses Modell wird ausführlich in Kapitel III.1.3.1. dargestellt.
5.1.2. Makrosphärenmodell
Dieses Modell wurde 2003 erstmals von Gerriets et al
50
beschrieben.
Bei diesem Modell wird durch eine Arteriotomie der A. carotis externa ein Katheter
eingeführt. Über diesen Katheter werden 6 Keramikkugeln mit einem Durchmesser
von 315-355 µm eingespült, die die basalen Hirnarterien an vorhersagbarer Stelle
mechanisch verlegen.
50
Durch die Lage der Makrosphären wird der Blutfluss zur A.
cerebri media verhindert. Dies führt zu gut reproduzierbaren Infarkten im
Versorgungsgebiet der A. cerebri media.
Im Gegensatz zum Fadenmodell führt dieses Modell nicht zu einer Infarzierung des
Hypothalamus, da die Kugeln distal der A. hypothalamica lokalisiert sind und so die
Perfusion des Hypothalamus nicht beeinträchtigen. Die so behandelten Tiere bleiben
normotherm. Der wesentliche Nachteil dieser Technik besteht darin, dass es sich
ausschließlich zur Induktion permanenter Gefäßverschlüsse eignet und nicht als
Reperfusionsmodell eingesetzt werden kann.
50
Dieses Modell wird ausführlich in Kapitel III.1.3.2. dargestellt.
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